Mein allererster Blogbeitrag

Vier Wochen mit dem Medigo HOME: Mein ehrlicher Erfahrungsbericht

Ich bin keine Technik-Journalistin. Ich bin die Person, die den Karton auf den Küchentisch stellt, die Anleitung ignoriert und danach berichtet, ob es trotzdem funktioniert hat. Und ja: Das hier ist mein allererster Blogbeitrag überhaupt. Ich bin mega ready für die Reise mit meinem neuen Blog. Klemmt euch an.

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Mira, 34, wohnt über ihrer Mutter

27. August · 6 Minuten Lesezeit · selbst gekauft

Der Medigo HOME neben seiner blau-weißen Verpackung auf einem Holztisch
Der Moment, in dem klar wurde: Das Ding sieht aus wie ein Bluetooth-Lautsprecher, den man versehentlich zu heiß gewaschen hat. Kompliment, ernst gemeint.

Warum überhaupt ein Notrufknopf?

Meine Mutter wohnt eine Etage unter mir. Das klingt nach maximaler Sicherheit, bis man einmal im Urlaub ist und um drei Uhr nachts wach liegt, weil sie das Handy wieder im Wohnzimmer geladen hat. Genau für diese Sorte Kopfkino gibt es Geräte wie den Medigo HOME: eine Basisstation mit Lautsprecher und Richtmikrofon plus ein tragbarer Notrufknopf, den man am Handgelenk oder an der Halskette trägt. Beides lag im Set dabei.

Es gibt das Ganze auch als HOME & GO mit Mobilteil und GPS-Ortung für unterwegs. Wir haben bewusst den HOME genommen: Meine Mutter ist Wohnung, Garten, Balkon, in dieser Reihenfolge.

Ich hatte ehrlich gesagt mit einem Behördenkasten in Krankenhausbeige gerechnet. Bekommen habe ich einen grauen Kiesel mit Stoffbezug, der auf der Kommode neben der Vase steht und dort niemandem wehtut.

Aufbau: schneller als der Wasserkocher

Kein Techniker, kein Internetanschluss, kein Telefonkabel: In der Basis steckt eine SIM-Karte, das Gerät kommt vorkonfiguriert an. Stecker rein, warten, bis die Basis kurz brummt, Armband anlegen, Testalarm drücken. Nach knapp sechs Minuten sprach eine Frau aus dem Lautsprecher mit mir. Deutlich, ruhig und ohne dieses blecherne Aufzugstelefon-Timbre, das ich befürchtet hatte.

Ohne Internet & Festnetz

SIM-Karte steckt drin. Wir brauchten nur eine freie Steckdose.

Akku für den Stromausfall

Die Basis läuft weiter, wenn die Sicherung fliegt. Bei uns einmal getestet.

Knopf ist wasserdicht

Duschen, Abwasch, Baden. Genau da, wo die Stürze passieren.

Batterie über 5 Jahre

Nichts, was man nachts laden muss. Das ist der eigentliche Trick.

Basisstation von oben mit dem schwarzen Armband und blauem Notrufknopf daneben
Das Armband ist leicht genug, dass man es beim Abwasch vergisst. Wasserdicht ist es sowieso. Genau da, wo die Stürze passieren.
Nahaufnahme der Medigo HOME Basisstation mit rotem Notruf- und blauem Plus-Knopf
Zwei Knöpfe. Kein Menü, kein Update, keine App-Registrierung mit Passwortregeln. Herrlich.

Was ich mag

  • Sieht aus wie Deko, nicht wie Pflegebedarf
  • Sprachqualität quer durch die Wohnung
  • Armband überlebt Handwäsche und Regen
  • Menschen am anderen Ende, keine Ansage
  • Der Medikamentenplan stellt eine passende Betreuung sicher
  • Einfache Bedienung

Wer eigentlich abnimmt und die App für uns Kinder

Hinter dem Knopf sitzt eine ISO-zertifizierte Notrufzentrale, 24 Stunden, 365 Tage, Feiertage inklusive, mit Notstromaggregat. Klingt nach Prospekt, war aber beim Testalarm tatsächlich in unter fünfzehn Sekunden dran. Vorher füllt man einen Notfallplan aus: Medikamente, Vorerkrankungen, wer angerufen werden soll. Das ist die halbe Stunde Papierkram, die sich später auszahlt, weil die Rettungskräfte diese Infos direkt bekommen.

Für Angehörige gibt es eine kostenlose App, die bei Notrufen und Ereignissen Bescheid gibt. Genau das war mein eigentlicher Kaufgrund: Ich muss nicht mehr nachfragen, ich werde informiert. Dazu haben wir noch den kleinen Schlüsseltresor bestellt, damit im Ernstfall niemand die Tür eintritt. Die Rechnung dafür wäre teurer gewesen als das Gerät.

Mein Fazit nach vier Wochen

Praktischerweise sind die ersten vier Wochen kostenfrei zum Testen, mit Geld-zurück-Garantie. Genau deshalb ist dieser Text erst jetzt entstanden und nicht am Tag zwei, als ich noch begeistert war. Wer einen Pflegegrad hat, zahlt am Ende womöglich gar nichts: Ab Pflegegrad 1 ist eine Kostenübernahme durch die Pflegekasse möglich, den Antrag stellt Medigo auf Wunsch selbst. Bei uns läuft das gerade.

Der Medigo HOME hat bei uns nichts Dramatisches verhindert. Er hat etwas Unspektakuläreres geschafft: Ich schaue abends nicht mehr aufs Handy, ob unten noch Licht brennt.

Und meine Mutter? Die trägt das Armband inzwischen sogar zum Kaffeekränzchen. Sie sagt, es sehe aus wie ein Fitnesstracker. Ich widerspreche nicht.

Selbst gekauft, nicht gesponsert. Alle Fotos sind aus meiner Küche, inklusive Kratzer im Holz.